Report about my semester abroad 

Southampton, Winter 2017/2018 (Bachelor)

Nachdem ich mich dazu entschieden habe, in meinem fünften Bachelor-Semester im Ausland zu studieren, habe ich mich schnell für die University of Southampton entschieden und diese Entscheidung nie bereut. Jederzeit würde ich die Universität weiterempfehlen. Alles in allem haben mich die Erfahrungen, die ich während meines Auslandsemesters gesammelt habe, sehr bereichert. Ich bin sehr froh, die Gelegenheit ergriffen zu haben, mich nicht nur sprachlich oder fachlich weiterzuentwickeln, sondern auch eine andere Gesellschaft und Kultur kennenzulernen und eine unvergessliche Zeit zu haben.

Wohnen

Obwohl ich im Voraus meines Auslandssemester überlegt habe, mir aus Kostengründen eine private Unterkunft zu suchen, war ich im Nachhinein sehr zufrieden, einen Platz im Wohnheim angenommen zu haben. Gewohnt habe ich im Wohnheim Highfield Halls, das ca. zehn Minuten zu Fuß vom Highfield Campus (wo alle Psychologiekurse stattfinden) und zwei Minuten vom Avenue Campus (mit einer sehr schönen, etwas ruhigeren Bibliothek) entfernt ist. Außerdem sind in ca. 15 Minuten zu Fuß ein großer Supermarkt (Sainsbury’s), genauso wie zahlreiche Geschäfte und Imbissläden im Stadtteil Portswood zu erreichen. Mit dem Crown Inn findet man auch ein typisch englisches Pub direkt um die Ecke. Das Wohnheim liegt neben dem größten Park in Southampton (Southampton Common), der wirklich wunderschön ist und sogar Jogging-Muffel motiviert.

Generell haben alle studentischen Wohnheime zum Vorteil, dass ein Busticket (The Key) im Preis inklusive ist. Dadurch muss man sich keinerlei Gedanken machen, wenn man mit den Buslinien Unilink oder Bluestar quer durch die Stadt fährt. Studierende, die in einer privaten Unterkunft unterkommen, können sich jederzeit auf dem Highfield Campus im Büro von Unilink über alternative Angebote informieren.

Die Bewerbung um einen Platz im Studentenwohnheim erfolgt online. Über die Webseite der University of Southampton wird man zu einem Bewerbungsportal weitergeleitet, bei dem man sich anmelden und seine Präferenzen bzgl. Zimmerkategorie und Wohnheim angeben muss. Die Zusage für einen Wohnheimsplatz kann ggf. recht spät eintreffen (ca. Anfang September). Im Falle einer Anreise vor dem eigentlichen Beginn des Mietvertrags (z.B. im Falle der Nutzung des Welcome Services der Universität) können auf Anfrage zusätzliche Nächte berechnet werden – es ist somit möglich, sofort nach Ankunft sein neues Zimmer im Wohnheim zu beziehen.

Ich habe mich für die Zimmerkategorie Non Ensuite Category 2 Part Catered entschieden, bei dem ich eine (kleine) Gemeinschaftsküche und Waschräume mit mehreren Studenten und Studentinnen geteilt habe. Daneben bietet Highfield Halls Verpflegung an – an Werktagen jeweils Frühstück und Abendessen, samstags Brunch und sonntags Lunch. Dadurch bietet sich von Anfang an die Gelegenheit, Leute kennenzulernen und regelmäßig seine Freunde zu sehen. In meinem Wohnheim wohnten fast ausschließlich Engländer/innen in ihrem ersten Semester, wodurch ich nie Schwierigkeiten hatte, Anschluss zu Einheimischen aufzubauen. Southampton, Wintersemester 2017/18

Anreise und Willkommenstage

Sehr zu empfehlen ist der kostenlose Welcome Service der Universität, bei dem internationale Studierende vom Flughafen abgeholt und zu ihrer Unterkunft gebracht werden. Dabei werden bereits erste Kontakte zu anderen internationalen Studierenden geknüpft und die Ankunft in Southampton so stressfrei wie möglich gestaltet. Außerdem konnte man durch die frühe Ankunft an vielen Willkommensveranstaltungen der Universität teilnehmen, die von Ausflügen zu IKEA, Campus-Touren bis zu verschiedenen Vorträgen über die Kultur und Gegend Southamptons reichten. Darüber hinaus werden uniintern kostenlose Sprachkurse für internationale Studierende angeboten.

Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, von Düsseldorf und München direkt nach Southampton zu fliegen – alternativ kann man zum Beispiel von Frankfurt aus über Amsterdam zwischenlanden.

Über regelmäßige Buslinien (National Express) ist Southampton ebenfalls gut an den Flughafen London Heathrow angebunden.

Southampton und Umgebung

In Southampton hat man mit dem Einkaufszentrum West Quay eine riesige Auswahl an Läden, um die Weihnachtszeit gibt es eine Eisbahn und einen kleinen Weihnachtsmarkt in der Stadt sowie eine (kostenlose) City Art Gallery und das Titanic Museum. Außerdem gibt es zahlreiche Clubs und Bars (auch auf dem Campus).

Zudem sind der New Forest Nationalpark (z.B. Zugstation Brockenhurst), Isle of Wight, Winchester sowie Bournemouth und Portsmouth gut auf eigene Faust zu erreichen. Auch Brighton ist mit der Bahn erreichbar. London ist am einfachsten über die Buslinie von National Express in zwei bis drei Stunden zu erreichen. Tickets sind ab 5 Pounds erhältlich, wobei es insbesondere um die Weihnachtszeit deutlich teurer wurde. Trotz verhältnismäßig hohem Eintrittspreis ist Stonehenge ebenfalls ein begehrtes Ziel.

Über die Organisation Vivas International Trips werden über das Semester hinweg einige Tagesausflüge an Wochenenden angeboten, die normalerweise um die 30 Pounds kosten. Sehr zu empfehlen sind die Trips nach Oxford, Cambridge, Stratford-upon-Avon oder auch Manchester. Tickets sind über die Facebook-Seite der Organisation erhältlich.

Campus-Leben

Anders als in Heidelberg kommt man in Southampton in den Genuss eines zentralen Campus (Highfield Campus) mit allem, was das Herz begehrt: Fitnessstudio, Bars und Cafés, Mensa, aber auch etlichen Gebäude und Räume, die durch verschiedene Societies genutzt werden. Am Anfang des Semesters stellen sich Hunderte dieser Societies vor, über die man sehr schnell Leute kennenlernt und gleichzeitig einen schönen Ausgleich zum Uni-Alltag hat. Zur Southampton, Wintersemester 2017/18

Auswahl stehen alle erdenklichen Sportarten (bis hin zu Quidditch), wohltätige Gruppen, aber zum Beispiel auch Societies für Fashion, Magic, Paintball oder Poker. Für manche der Gruppierungen muss ein Semester- oder Jahresbeitrag gezahlt werden.

Studium

Insbesondere während des Semesters fällt in Southampton etwas mehr Arbeit an als gewohnt, da üblicherweise pro Kurs nicht nur eine Klausur am Ende des Semesters, sondern auch ein Referat sowie eine Ausarbeitung fällig sind. Nichtsdestotrotz sind Aufgaben und Anforderungen sehr kursspezifisch. In vielen Kursen ist es zum Beispiel innerhalb der Referatsgruppe optional, wer das Referat hält. Die Prüfungen finden im Wintersemester von Mitte bis Ende Januar statt.

Im Wintersemester 17/18 habe ich die Kurse Forensic Cognitive and Affective Neuroscience (sehr empfehlenswert), Current and Emerging issues in Psycho-Oncology and Pain Research sowie Social and Psychological Approaches to Understanding Sexual Health als Psychologiemodule des zweiten und dritten akademischen Jahrs belegt. Als outside module habe ich Introduction to Criminology gewählt, was ich leider nicht besonders weiterempfehlen kann.